Iran: Die Zeit des Wartens ist vorbei


Seit bald fünf Jahren unterhalten wir schon Kontakte in den Iran. Mit dem Ende der Sanktionen werden diese jetzt intensiviert. In einer gemeinsamen Pressekonferenz am 29. Februar mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies gab BBR-Geschäftsführer Frank-Michael Rösch weitere Pläne bekannt. Im Herbst vergangenen Jahres war er Teilnehmer einer Delegationsreise mit Vertretern des niedersächsischen Mittelstandes. Der Minister plant aktuell die Einrichtung einer niedersächsischen Repräsentanz in Teheran.

Das Land zwischen Kaspischem Meer und Persischem Golf leidet nach fast zehn Jahren harter Sanktionen durch die EU und den USA unter einer technisch teils maroden Infrastruktur, wie Geschäftsführer Frank-Michael Rösch nach einer Delegationsreise mit Vertretern des niedersächsischen Mittelstandes berichtete. „Wir pflegen schon lange Kontakte in den Iran, seit bald fünf Jahren. Durch die Restriktionen konnten wir auf dem Markt aber bisher noch nicht aktiv werden“, erklärte Rösch und betont, wie wichtig es ist, bei zukünftigen Geschäftsbeziehungen die Kultur des Landes zu respektieren: „Mit unseren Produkten auch unsere Moralvorstellungen exportieren zu wollen, wäre vermessen.“ Vielmehr sei es nötig, auf die spezifischen Anforderungen des iranischen Marktes einzugehen. Der Plan sieht vor, gemeinsam mit unserem langjährigen iranischen Partner eine lokale Produktion in einer der Freihandelszonen einzurichten. Die nächsten Schritte sind daher ein Technologietransfer sowie „der Aufbau einer knowledge based company als Gemeinschaftsunternehmen", so Rösch vor Pressevertretern in Hannover.

BBR-Geschäftsführer Frank Michael Rösch erläutert in einer Pressekonferenz mit dem niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies seine Pläne für den Ausbau der Geschäfte mit dem Iran (v.r.n.l. Olaf Lies, Günter Papenburg, Vorstandsvorsitzender Günter Papenburg AG, Frank-Michael Rösch und Martin K. Burghartz, Geschäftsführer pr nord. neue kommunikation GmbH)